Das Porträt von Esther Das schwarze Heft

Der Wohnsitz von Hermann Göring

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Episode IV - Seitenzahl 46

Carinhall war der Landsitz von Hermann Göring, der Nummer zwei des NS-Regimes.

Göring accueillant un dirigeant SS dans la cour de Carinhall.
© Archives fédérales allemandes

Das ursprüngliche Jagdhaus, das er in Erinnerung an seine 1931 verstorbene Frau Carin einrichten lässt, liegt etwa sechzig Kilometer von Berlin entfernt. Göring lässt einen Großteil der Raub- und Beutekunst aus dem besetzten Europa in dieses Anwesen bringen. Schon Ende des Ersten Weltkriegs beginnt er, Kunstwerke zu sammeln. Er hatte den Ehrgeiz, aus Carinhall ein Museum zu machen, das seinen Namen tragen sollte. Die Eröffnung war für den 12. Januar 1953 geplant, Görings 60. Geburtstag.

Gegen Kriegsende wird ein Teil der Sammlung im Salzbergwerk von Altaussee in Österreich eingelagert. Im Januar 1945 lässt Göring die restlichen Bestände nach Berchtesgaden bringen.

Als die Rote Armee näherrückte, wurde am 28. April 1945 auf Befehl Görings der gesamte Gebäudekomplex gesprengt.