Das Porträt von Esther Das schwarze Heft

1. Hitler und „die entartete Kunst”

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Episode III - Seitenzahl 38

Lea erklärt ihrer Tochter, wie Hitler nach der Machtübernahme 1933 jegliche Kunstform, die von den traditionellen und klassischen Darstellungen abweicht, verurteilt.

Comparaison entre un Breker et un Antique
On retrouve dans les deux cas des corps nus, idéalisés. La statue de Breker arbore cependant des traits germaniques et une posture guerrière, exaltant l’usage de la force.

Ab 1910 beschäftigen sich zahlreiche Künstler wie Picasso, Klee oder Kandinsky mit neuen künstlerischen Formen, die zur abstrakten Kunst führen werden. Die Künstler streben nicht mehr nach der naturgetreuen Wiedergabe, sie privilegieren Form und Farbe. Alle diese Kunstformen bezeichnet Hitler als „entartet”, d.h., sie sind nicht mit dem klassischen Schönheitsideal in Einklang zu bringen.

Hitler lässt nur die offizielle Kunst zu, die zu Propagandazwecken genutzt wird und die die Ideologie der Nationalsozialisten verherrlicht. Im Zentrum dieser „heroischen Kunst” stehen die athletischen Körper kämpfender Männer, die die Reinheit der deutschen Seele im Gegensatz zur „Beschmutzung des Fremden” versinnbildlichen. Die Skulpturen von Arno Brecker, dem offiziellen NS-Bildhauer, verherrlichen die Ideologie des Regimes.

1937 präsentiert das NS-Regime der Öffentlichkeit eine umfassende Ausstellung der „entarteten Kunst”. Ziel dieser Veranstaltung ist es, die Werte der „heroischen Kunst” der Avantgarde gegenüberzustellen. Einige der ausgestellten Werke werden verkauft oder öffentlich verbrannt.

Weitere Informationen: « L’exposition d’art dégénéré en 1937 », E. Polack